Die Reise Beginnt – Amsterdam Tag 1

Früh morgens geht es los. Mit 20 Kilo Gepäck, gefüllt in einen Militärrucksack und einem normalen Backpack, sich in einen Bus des Schienenersatzverkehrs zu quetschen ist nicht besonders leicht. Zudem kam hinzu, dass es die letzten Tage sehr warm war und entsprechend Schwül war es an diesem Morgen. So fuhr ich dann nach Stuttgart zum ICE
Warum fahr ich denn überhaupt mit dem ICE? Ich bin kein Fan von den Einfachsten wegen. Mit dem Zug zu fahren hat gewisse Anstrengungen aber auch Vorzüge. Man kommt mit Leuten ins Gespräch und lernt interessante Geschichten und Sichtweisen kennen. Und wenn man darauf kein Bock hat, dann schaut man einfach aus dem Fenster und lässt die Landschaft und die Gedanken dahin schweifen.

Ich kam etwas verfrüht am Bahnsteig an. Es warteten bereits Leute auf den ICE. Mit der Zeit wurden es immer mehr und mehr. Urlauber. Auf dem Weg zum Flughafen Frankfurt am Main. Endlich kam die Durchsage. Vorsicht bei der Einfahrt. Ich freute mich denn ich hatte eine Reservierung. Die Menschenmassen strömen in den Zug. Ich vernahm aus der Ferne “keine Klimaanlage” und “Wagen räumen” und “ab Frankfurt”. Daraufhin sprach ich beim Einstieg die Zugbegleiterin an. Tatsache! Gerade in meinem reservierten Wagen fiel die Klimaanlage aus und aufgrund der hohen Temperaturen muss ab Frankfurt der Wagen geräumt werden. Tja da war ich nun mit meiner Reservierung. Wie geplant ab Frankfurt quetschte ich mich durch den Zug nach vorne und fand keinen Sitzplatz mehr. War mir aber dann auch Wurst. Was für mich zählte war einfach mal ein Tapetenwechsel

hauptbahnhof
Zwischenstopp in Köln

Nach einem Umstieg in Köln und einer Stunde Verspätung kam ich endlich in Amsterdam an. Ich war von dem Anblick der Stadt überwältigt aber fand es auch ein wenig Schade, dass der Hauptbahnhof von einem Baugerüst verhüllt war. Mein Hotel war nicht weit. An der Singel Gracht nur 5 Minuten vom Bahnhof entfernt. Zum Glück, denn die beiden Rucksäcke wurden so langsam ziemlich schwer.

Der CheckIn im Hotel verlief relativ einfach und unkompliziert. Die Dame an der Rezeption war richtig nett und hat sich sehr viel Zeit genommen, mir alles zu Erklären. Es sei alles außer einer Sache bezahlt sagte sie mir. Die Stadtsteuer müsste ich noch bezahlen. Ich konnte mich Waage daran erinnern, dass ich das mal irgendwo gelesen hab. Ich weiß nichtmehr genau wie viel ich gezahlt habe aber es waren ca. 33 € und ein paar ungerade zerquetschte. Das Wechselgeld bekam ich genau zurück, sie erklärte mir aber, dass es in den Niederlanden keine 1 und 2 Centstücke gibt. Wenn man etwas bezahlt würde es einfach auf den nächsten 5er oder 10er Wert gerundet. Nach einem kurzen Ausfüllzettel durfte ich auch schon auf das Zimmer.

Das Bett war groß und die Aussicht sprach Wände. Aber das war mir egal. Ich würde mich sowieso nur zum Schlafen dort aufhalten. Die Lage war mega. Direkt an der Gracht, nahe vom Bahnhof, Fährterminal, City Cruises, Stadtzentrum. Das Personal war Nett und hilfsbereit und ich hatte jeden Morgen ein üppiges Frühstück. Es war perfekt.

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Erste Erkundungstour durch Köln

Alles ausgepackt, kurz geduscht und es ging wieder nach unten. Ich wollte die Stadt erkunden. An der Rezeption fragte ich nun nach. Wo gibt’s die Fotospots? Ausführlich wurden mir einige Orte auf der Karte gezeigt. So brach ich nun auf zu meiner ersten Erkundungstour durch die Grachtenstadt.

Das Erste war aber zunächst Essen. Ich war seit 7 Stunden auf Achse und hatte Kohldampf. Aber egal an welchem Restaurant ich vorbei ging, es war teuer. Das habe ich mir schon gedacht. Dann hatte ich doch noch ein Restaurant gefunden, dass etwas Warmes für einen entspannten Preis verkauft. Schrimpskroketten. Haha. Warum wohl war das auch so günstig fragte ich mich, als ich den Teller sah? Es war eine Miniportion. Jedoch immerhin etwas Warmes. Ich zog nun weiter in die Stadt immer tiefer in die Gassen. Die Sonne began unterzugehen und hüllte die Kanäle in magisches Licht. Ich ließ mich immer weiter Treiben vom Charm und der wundersamen Energie dieser Stadt. Bis ich schließlich verloren ging und nichtmehr wusste wo ich war. Ich war verzaubert.

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Hauptstadt der Fahrräder

Today I Learned

Es stimmt schon. Amsterdam ist die Welthauptstadt der Fahrradfahrer. Aber so fahrradfreundlich die Stadt auch ist, so unerbittlich sind die Fahrradfahrer. Sie fahren zwar recht vorbildlich auf ihren dafür vorgesehenen Wegen aber wenn man einmal Blöd steht oder bei den Grachten einmal nicht aufpasst (was leicht passiert wenn man von der Stadt überwältigt ist) wird man schnell von einem laut brüllenden Holländer beinahe über den Haufen gefahren. Besonders gefährlich ist es nachts denn die Holländer fahren ohne Licht, man sieht sie also nicht kommen. Immer auf die Straße schauen 😉

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